Beziehungsleitfaden

Dieser Beziehungsleitfaden soll zu einer gelungenen Eltern-Kind-Beziehung beitragen.

Seien Sie Vorbild

Seien Sie Vorbild, achten Sie darauf, was Sie als Mutter/Vater an sich optimieren können, um ein stimmiges Vorbild zu sein. Geht es um mehr Hilfsbereitschaft oder Zuverlässigkeit oder Höflichkeit? Seien Sie kein negatives Beispiel, klagen Sie nicht ständig, sonst bekommt das Kind eine negative Einstellung. Bezüglich Freunden: wie gehen Sie mit Ihren Freunden um? Wie sprechen Sie vor dem Kind über andere, wie gehen Sie vor dem Kind mit Ihrem Partner um? Eltern sind die wichtigsten Vorbilder und sollen die Leitung haben.
Kinder werden durch unser Verhalten geformt – sie sind unser Spiegel.

Fehler eingestehen

Fehler eingestehen, als Eltern und Vorbild sollte man auch die Stärke zeigen, Fehler zuzugeben und, falls notwendig, entschuldigen Sie sich auch beim Kind, seien Sie fair. Wer Fehler zugibt, zeigt Größe. Wenn es nötig ist, dann setzen Sie auch einmal den ersten Schritt nach einem Streit. Lassen Sie den Tag nicht mit bösen Worten enden. Schicken Sie das Kind nicht im Streit ins Bett. Die Versöhnung ist sehr wichtig.

Vermeiden Sie Perfektionismus

Vermeiden Sie Perfektionismus, damit kommt das Kind unter Druck und es erhält die Botschaft „Ich bin nicht gut genug“. Das führt wieder zu Konflikten, Stress und Spannungen. Übertreiben Sie es mit der Ordnung nicht und räumen Sie nicht für das Kind auf, sondern höchstens mit dem Kind gemeinsam. Konzentrieren Sie sich nicht zu sehr auf das Kind. Heutzutage wollen Eltern oft ihren Kindern alles abnehmen – das ist aber schlecht. Damit werden Kinder eingeschränkt und eingeengt. Kinder brauchen Herausforderungen.
„Kinder machen nicht das, was man ihnen sagt, sondern das, was man selbst tut“.

Liebe schenken

Liebe schenken, wie zeige ich meinem Kind meine Liebe? Nur Kinder, die von Anfang an Liebe spüren, fühlen sich voll angenommen und geschätzt. Nur dann können sie als Erwachsene auch Liebe schenken. Liebe gibt ein gutes Selbstwertgefühl, sie führt zur Bewusstseinsentfaltung, zu einer starken stimmigen Persönlichkeit. Diese Persönlichkeit zeigt dann auch den Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, und hat Zivilcourage.

Positive Einstellung zum Kind

Positive Einstellung zum Kind, Ihre innere Haltung ist der Kompass im Umgang mit Ihrem Kind. Hören Sie auf, Ihr Kind ständig zu bewerten und mit anderen zu vergleichen. Jeder Mensch ist einzigartig und das gilt auch für Ihr Kind. Die Bedürfnisse Ihres Kindes sind genauso wichtig wie Ihre eigenen. Die Eltern-Kind-Beziehung hat eine besondere Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.
„Eltern müssen lernen, ihre liebevollen Gefühle in liebevolles Verhalten umzuwandeln“

Achten Sie auf die Sprache

Achten Sie auf die Sprache, manche Sätze können wie Hammerschläge wirken. Wie zum Beispiel „du nervst“, „was bist du blöd“. Wenn ein Kind immer wieder derartige Du-Botschaften hört, kann es kein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln. Auch Sätze, die Worte wie „ständig“, „dauernd“, „immer“ oder ähnliches enthalten, sind Beschuldigungen. Achten Sie darauf, wie Sie etwas sagen. Zynismus kann sehr verletzend sein. Schenken Sie stattdessen dem Kind Ihr Vertrauen mit Botschaften wie „ich glaube an dich“, „du schaffst es“.

Konsequent sein und Grenzen ziehen

Konsequent sein und Grenzen zeigen, zu große Nachgiebigkeit ist nicht gut. Wenn Kinder keine Führung haben, sind sie verunsichert und sind damit hoffnungslos überfordert. Regeln vorgeben, besprechen und Maßnahmen, wenn das Vereinbarte nicht eingehalten wird, ebenfalls besprechen und dann auch durchführen - jedoch situations- und altersgerecht angepasst. Im Trotzalter das Verhalten des Kindes nicht bekämpfen, das ist nicht gut für die Entwicklung. Kinder brauchen Raum, um sich entfalten zu können. Bei Teenagern treffen Sie klare Vereinbarungen und sprechen mit Ihnen bezüglich Sicherheit. Erziehung bzw. Beziehung soll auf Augenhöhe stattfinden, ohne dabei die Führung abzugeben, denn Kinder brauchen Orientierung, jedoch sollen die Grenzen nicht starr gezogen werden.

Werte gemeinsam leben

Werte gemeinsam leben, sagen Sie was Ihnen wichtig ist, worauf Sie Wert legen und leben Sie es vor, statt zu nörgeln, schimpfen und zu bestrafen, nehmen Sie das Kind ernst. Beziehen Sie es mit ein. Werte dienen als Orientierungshilfe. Haben Sie einen klaren Standpunkt und besprechen Sie diesen auch mit Ihrem Kind (ab und zu kann eine Ausnahme gemacht werden – aber nicht dauernd). Werte sollen gültig sein und nicht beliebig gehandhabt werden.

Schlüssige Erklärungen geben

Schlüssige Erklärungen geben, legen Sie kinder- und altersgerecht den Sinn hinter bestimmten Regeln und Werten dar. Überlegen Sie sich genau Ihre Erklärungen und machen Sie dem Kind klar, dass eine Gesellschaft nur funktioniert, wenn sich alle an bestimmte Regeln halten.

Verantwortung übertragen

Verantwortung übertragen, kinder- und altersgerecht, jedoch überfordern Sie das Kind nicht dabei. Erwarten Sie keine unrealistischen Leistungen und machen Sie sich frei von Erwartungen, bleiben Sie offen und warten Sie ab, wie es sich entwickelt. Lernen Sie Fehlschläge trotz Bemühungen in Kauf zu nehmen. Leben Sie das auch vor und regen Sie sich nicht dabei auf. Kinder, die Verantwortung übertragen bekommen, gewinnen mehr Selbstvertrauen und lernen auch mit Misserfolgen besser umzugehen.

Haben Sie nicht zu hohe Erwartungen

Haben Sie nicht zu hohe Erwartungen, Eltern wünschen sich nette, einfache und gehorsame Kinder – das ist aber für die Entwicklung des Kindes nicht unbedingt gesund. Meistens kommt es in der Pubertät dann zu besonderen Schwierigkeiten und Problemen, oder noch viel später. Führen Sie stattdessen einen gemeinsamen Dialog. Kinder wollen wahrgenommen werden. Haben Sie das nötige Vertrauen und Gelassenheit, dass es das Kind schafft. Seien Sie auf ein glückliches und harmonisches zu Hause bedacht, sorgen Sie für ein positives Raumklima. Erlauben Sie Ihrem Kind eine altersgerechte Unabhängigkeit, bieten Sie ihm genügend Freiraum, damit es sich frei entwickeln kann.

Seien Sie Ihrem Kind ein guter Freund

Seien Sie Ihrem Kind auch ein guter Freund, unternehmen Sie so oft wie möglich etwas gemeinsam mit Ihrem Kind, Kinder brauchen Aufmerksamkeit – damit bekommt man sie auch weg von TV und Computer. Planen Sie Zeit ein, die zu 100% nur dem Kind gehört, und vermeiden Sie eventuelle Störungen dabei (Handy!). Fordern Sie nicht nur Verlässlichkeit, sondern sind Sie es ebenfalls. Respektieren Sie die Persönlichkeit des Kindes. Kinder brauchen Nähe/Verbundenheit, Freiheit/Autonomie/Selbstbestimmung. Es ist wichtig, dem Kind die Gelegenheit zu geben, sich selbst entwickeln zu können.

Zeigen Sie echtes und wahres Interesse an Ihrem Kind

Zeigen Sie echtes und wahres Interesse an Ihrem Kind. Fragen Sie das Kind nicht immer nur über die Schule, Hausaufgaben usw. aus. Zeigen Sie auch Interesse an seinem Leben, fragen Sie, wofür es sich interessiert, womit es sich gerade beschäftigt, wie es sich in bestimmten Situationen gefühlt hat. Und lassen Sie das Kind auch an Ihrem eigenen Leben teilhaben, damit das Kind die Möglichkeit bekommt, auch Sie besser kennen zu lernen und nicht nur in der Rolle als Mutter oder Vater. Erzählen Sie ihm, was Ihre Vorlieben sind, was zum Beispiel Ihre Lieblingsmusik ist, Ihre Lieblingsfarbe usw..

Eltern sollen ihre Kinder einladen, ermutigen und inspirieren

Eltern sollen ihre Kinder einladen, ermutigen und inspirieren, nicht beachtet werden, übersehen werden ist für jeden Menschen ganz besonders schlimm! Daher schenken Sie Zuwendung, streicheln Sie das Kind, berühren Sie es. Sprechen Sie mit Ihm liebevoll und treten Sie in Blickkontakt mit ihm. Das ist der beste Garant für ein glückliches Kind und umso entwicklungsfreudiger und lernbereiter ist es dann auch.

 

 

"Kinder müssen nicht großgezogen werden,

sie brauchen empathische Führung,

während sie älter werden

(Jesper Juul)

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